Kein Morgen
Mai 21st, 2008 by Wu-Lan-Tong
Zuviel war geschehen, als dass es ein Morgen gäbe
und so nahmen wir die Fetzen unseres Lebens
und verschlangen sie in endloser Gier,
als könnten wir jemals unsterblich sein.
Es war die Zeit des Jetzt und Heute
und niemand, der daran dachte aufzuhören.
Vielleicht, weil wir das Leben immer so geliebt hatten,
dass wir uns auch vor dem Tode nicht fürchteten,
ihn gar herbeisehnten, die Stirn bieten zu wollen.
In pulsierender Leidenschaft voller Hingabe
unserer Träume, spürten , nein wussten wir
es war nun das Ende derer,
der in Hoffnung auf einen Moment Ewigkeit,
gekommen.
Ein letzter Abschied in unerträglicher Stille.
Dieser tiefe Schmerz an verloren geglaubtes,
der unsere Herzen in Trauer ertrinken ließ,
er gefrierte schier endlos unser aller Kehlen,
die danach flehten, es hinaus zu schreien:
” Ist das alles, was wir sind ? ”
Oliver Schweizer, Mai 2000









